Die Oberfräse übernimmt in der Holzbearbeitung die vielfältigsten Aufgaben: Profilieren, Nuten, Bohren, Formen fräsen und andere Arbeiten sind dank der verschiedenen Fräserformen kein Problem. Um diese Vielfalt an Aufgaben bewältigen zu können muß eine Oberfräse allerdings einige Grundvoraussetzungen erfüllen.
Stecheisen mit verschiedenen Breiten
Das Kernstück der Oberfräse ist der meist elektronisch regelbare Motor an dessen Welle die Aufnahme für das Spannfutter sitzt. Das Motorgehäuse ist mit 2 Griffen Ausgestattet und auf einer in der Höhe verstellbaren Führungsplatte montiert. Die Führungsplatte ist meistens rund und hat in der Mitte ein Loch für den Fräser. An ihr werden auch die verschiedenen Anschläge und Führungen wie Kopierhülse, Parallelanschlag und Fräszirkel befestigt.
Verschiedene Hersteller bieten Oberfräsen an, bei denen der Antrieb aus einem Geradschleifer besteht der in einen einfachen Fräskorb gespannt werden kann. Auch wenn diese Kombinationen meistens günstig sind und den Vorteil haben das der Antrieb auch einzeln genutzt werden kann, sollte man einer einteiligen Fräse den Vorzug geben.
Wichtigstes Merkmal einer hochwertigen Handoberfräse ist die stabile und leicht verstellbare Verbindung von Motor und Fräskorb. Der Führungstisch sollte mit 2 robusten Säulenführungen ausgestattet sein, die sich mit einem Handgriff feststellen und lösen lassen. Die Fräse sollte auch über eine gut ablesbare und einstellbare Skala verfügen. Der Tiefenanschlag ist bei den meisten Oberfräsen mit einem Revolveranschlag versehen. Mit Hilfe dieses Anschlags lassen sich mehrer Tiefen voreinstellen, so dass mit einem Dreh des Revolveranschlags zwischen verschiedenen Einstellungen gewechselt werden kann. Der Anschlag selber sollte neben der Grobeinstellung auch die Feineinstellung über eine Gewindeschraube erlauben.
Vorteilhaft ist eine Grundplatte in die verschieden große Führungshülsen eingesetzt werden können.
Für die Größe der Werkzeugaufnahme gilt: Je größer desto besser. Eine Fräse in die sich nur eine 6 mm Spannzange einsetzen lässt, ist in ihrer vielseitigkeit stark eingeschränkt, bei Fräsen mit größerer Aufnahme lassen sich dagegen immer auch kleinere Werkzeuge verwenden.
Für alle Fräsarbeiten sollten Hartmetallbestückte Fräser verwendet werden. HM-Fräser müssen vom Fachmann geschärft werden. Fräser aus HSS-Stahl sind wegen ihrer geringen Standzeit nicht zu empfehlen.