Handkreissägen

Die Handkreissäge ist das Mittel der Wahl wenn es um gerade Schnitte in Massivholz und Holzwerkstoffen geht.
Die Handkreissäge besteht aus einem Gehäuse das das Sägeblatt verdeckt und an einem Motor angeflanscht ist. Das Ganze ist, in Höhe und Neigung verstellbar, auf einer Führungsplatte befestigt. Der freie untere Teil des Sägeblattes wird von einer durch Federspannung in Position gehaltenen Pendelhaube bedeckt, die beim Sägen nach hinten schwingt und das Sägeblatt freigibt.

Handkreissaege Handkreissäge

Beim Kauf einer Handkreissäge sollte man vor allem auf eine robuste Konstruktion achten. Der Sägetisch und die Winkelarretierung sollten nicht nur aus dünnen Blech bestehen das sich während des Sägens verwindet und genaue Schnitte unmöglich macht. Wichtig ist auch eine massive Ausführung der Pendelschutzhaube. Hauben aus dünnem Blech verbiegen beim ersten unvorsichtigen Absetzen der Säge und schleifen dann am Sägeblatt oder - noch schlimmer - schließen nicht mehr automatisch.
Bei der Höhen- und Neigungseinstellung sollte man auf eine gute Erreichbarkeit der Stellschrauben achten. Die Neigung sollte auf einer gut ablesbaren Skala angezeigt werden und am besten an zwei Stellen arretiert werden können.
Für die meisten Arbeiten ist eine Säge mit einer Schnitttiefe von 55-65 mm die richtige Wahl. Sägen mit einer geringeren Schnitttiefe sind in den meisten Fällen zu schwach und lassen ein genaues Arbeiten nicht zu. Größere Sägen sind nur empfehlenswert wenn oft Schnitte in dickerem Material anfallen.

Leider haben die meisten günstigen Maschinen keinen Anschlag der den Namen Parallelanschlag verdient. Der Parallelanschlag sollte mindestens so lang wie die Führungsplatte der Säge sein und sich an zwei Punkten arretieren lassen. Optimal ist ein Anschlag der sich als Führung an der Werkstückkante einsetzen läßt und bei umgedrehter Montage eine mit der Führungsplatte plane Fläche ergibt. So kann er als Anschlag an einer auf das Werkstück gespannten Führungsschiene dienen.

Wichtig für die Sicherheit und ein optimales Schnittergebnis ist die Wahl des richtigen Sägeblattes. Für Schnitte in Holz und Holzwerkstoffe sollten ausschließlich Hartmetallbestückte Sägeblätter benutzt werden. Für den Anfang genügen 2 verschiedene Sägeblätter: Eins mit wenig Zähnen, großem Spanwinkel und flacher Zahnform für Längsschnitte in Massivholz und eins mit mehr Zähnen, kleinerem Spanwinkel und Wechselzahn für Querschnitte in Massivholz und alle Schnitte in Plattenmaterial.
Hartmetallbestückte Sägeblätter lassen sich nicht selber schärfen, sondern sollten zum Schärfdienst gebracht werden. Der Schärfdienst entfernt bei Bedarf auch Verschmutzungen durch Harz.

Sicherheit

Besonders im Umgang mit Handkreissägen sollte man die für alle Elektrowerkzeuge geltenden Sicherheitsbestimmungen beachten:

Bei Sägen mit Pendelschutzhauben muß vor jedem Gebrauch kontrolliert werden ob die Haube frei beweglich ist und in ihre Ausgangsposition zurückschwingt. Außerdem sollte das Vorhandensein und der korrekte Sitz des Spaltkeils kontrolliert werden.

Sonderformen

Neben den Standard Handkreissägen mit Pendelschutzhaube und einer Schnitttiefe von 45-85 mm gibt es noch einige Sonderformen für spezielle Einsatzzwecke:

Schattenfugensäge

Die Schattenfugensäge ist eine besonders kleine Handkreissäge mit geringer Schnitttiefe die für Tauchschnitte geeignet ist. Das hochtourige Sägeblatt erlaubt ausrissfreie Schnitte in Massivholz genauso wie in beschichteten Platten.

Tauchsäge

Die Tauchsäge erlaubt das Einsetzen des Schnittes mittem im Werkstück. Anders als bei der Handkreissäge mit Pendelhaube verschwindet das Sägeblatt bei der Tauchsäge im Ruhezustand ganz im Gehäuse. Zum Sägen wird das Blatt nach untern ins Werkstück gedrückt, wobei der Spaltkeil nach oben schwenkt.
Die Tauchsäge eignet sich vor allem für Lichtausschnitte in Türen und ähnliche Arbeiten.

Zimmerei-Handkreissäge

Zimmereihandkreissägen gleichen den normalen Handkreissägen, haben aber mit 130 bis weit über 200 Millimeter deutlich größere Schnitttiefen. Zimmereihandkreissägen dienen zum Abbund von Bauholz. Sägen mit einer Schnitttiefe von mehr als 200 mm lassen sich auf Grund Ihres Gewichts nur noch von 2 Personen sicher führen.

Ringkreissäge

Eine besonders ausgefallene Form der Kreissäge ist die von HolzHer entwickelte und inzwischen nicht mehr produzierte Ringkreissäge. Bei dieser Form der Kreissäge ist das Sägeblatt ringförmig und wird über Druckrollen geführt und angetrieben. Dadurch läßt sich bei kleinerem Sägeblattdurchmesser eine größere Schnitttiefe erzielen. Allerdings hat sich der Antrieb über die Druckrollen als störanfällig erwiesen.



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